Das Unternehmensforum Science2Business – Wissenschaft trifft Wirtschaft der Katholischen Universität Eichstätt Ingolstadt (KU) hat am 11. Juni im Georgianum Ingolstadt erfolgreich den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gestärkt. In Kooperation mit der Wirtschafts- und Wissenschaftsförderung der Stadt Ingolstadt bot die Veranstaltung eine Plattform für Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Kammern und Verbänden.

Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in der unternehmerischen Praxis nutzbar gemacht werden können und welche Chancen sich aus neuen Formen der Zusammenarbeit ergeben. Die Teilnehmenden diskutierten aktuelle Herausforderungen der digitalen Transformation und erörterten Wege, wie Unternehmen ihre Zukunftsfähigkeit sichern können.

Prof. Dr. Ulrike Senger

Die erste Fokus-Session widmete sich dem lebenslangen Lernen und der Rolle von künstlicher Intelligenz in Aus- und Weiterbildung. Prof. Dr. Ulrike Senger, Stiftungsprofessorin für Hochschulbildung und Hochschuldidaktik an der KU, zeigte auf, wie Lernprozesse so gestaltet werden können, dass sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch zur

Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Gerhard Heiß aus dem Bereich Ausbildung der AUDI AG gab anschließend einen praxisnahen Einblick, wie KI bereits heute in der beruflichen Bildung eingesetzt wird. Er schilderte sowohl die Chancen für individualisierte Lernprozesse als auch Herausforderungen wie Datenqualität, Transparenz und Akzeptanz. Zum Abschluss der Session griff Jessica Stang, Koordinatorin für akademische Weiterbildung an der KU, mit dem Thema Nachhaltigkeit einen weiteren zentralen Zukunftsaspekt auf. Am Beispiel der Sustainability Coaches stellte sie vor, wie die KU ihre Weiterbildungsangebote weiterentwickelt und lud die Teilnehmenden ein, sich aktiv in die Gestaltung neuer Programme einzubringen.

In der anschließenden Meet-&-Connect-Area präsentierten Forschungseinrichtungen, Studierende und kommunale Partner aktuelle Projekte und Kooperationsmöglichkeiten. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich austauschen.

Die zweite Fokus-Session rückte das Thema „Transformation und Restrukturierung von Unternehmen“ in den Mittelpunkt – ein Bereich, der angesichts technologischer Umbrüche, neuer Kundenanforderungen und globaler Unsicherheiten zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dr. Philipp Krug, Manager bei der Struktur Management Partner GmbH, zeigte anhand aktueller Fallbeispiele, wie Unternehmen in schwierigen Marktphasen strategische Neuausrichtungen erfolgreich gestalten können. Er betonte die Bedeutung einer klaren Analyse, einer Priorisierung und einer konsequenten Umsetzung, um Veränderungsprozesse nachhaltig zu verankern.

Dr. Gunther Bös, Audi AG

Dr. Gunther Bös, Leiter Entwicklung Veränderungskompetenzen bei der AUDI AG, ergänzte diese Perspektive um die interne Sicht eines Großunternehmens. Er erläuterte, wie Veränderungskompetenz systematisch aufgebaut werden kann und welche Rolle Führung, Organisationskultur und Qualifizierung dabei spielen. Beide Impulse machten deutlich, dass Transformation nicht nur technologische, sondern vor allem kulturelle und strukturelle Veränderungen erfordert.

 

Den Abschluss des Forums bildete eine Keynote von Dr. Michael Tretter, Geschäftsführer des Instituts für angewandte Nachhaltigkeit (INAS). Unter dem Titel „Was bleibt, was kommt, was zählt? Nachhaltigkeitsberichterstattung unter neuen Vorzeichen“ gab er einen Ausblick auf die zukünftigen Anforderungen an Unternehmen und zeigte auf, dass Nachhaltigkeitsberichterstattung zu einem strategischen Steuerungsinstrument werden kann.
Die Teilnehmenden konnten zahlreiche Impulse im Zusammenspiel von Transformation und Nachhaltigkeit sowie wertvolle Kontakte mitnehmen. Insgesamt wurde deutlich, wie zentral ein kontinuierlicher Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und die nachhaltige regionale Entwicklung ist.