Beim achten Science Breakfast in Ingolstadt stand das Thema „Medizin der Zukunft“ im Sinne des Wissenschaftsjahrs 2026 im Mittelpunkt. Die Veranstaltung machte deutlich, wie breit die Bereiche Gesundheit, Medizin und Pflege in der Region aufgestellt sind. Zugleich machten die Teilnehmenden bestehende Verbindungen zwischen den Akteurinnen und Akteuren sichtbar und schufen neue Ansatzpunkte für Kooperationen.
Organisiert wird die Reihe von der Stadt Ingolstadt unter der Koordination von Tanja Herbst in Zusammenarbeit mit den regionalen Hochschulen – der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) und der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) – sowie weiteren Forschungseinrichtungen.
Inhaltlich spannte das Science Breakfast einen Bogen von psychologischer Forschung über Pflegewissenschaft bis hin zu klinischer Praxis und Medizintechnik: Prof. Elisa Pfeiffer (KU) stellte aktuelle Forschungsprojekte vor, darunter auch zur Traumatherapieausbildung in der Ukraine. Darüber hinaus berichtete sie über die Weiterentwicklung der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche am Standort Ingolstadt. Prof. Jürgen Zerth (KU) hob die zentrale Rolle der Pflege hervor und gab Einblicke in den Aufbau des Forschungsinstituts Heles, das interdisziplinär Kompetenzen aus Pflege- und Gesundheitswissenschaft, Recht sowie Gesundheits- und Sozialökonomie bündelt.
Aus der klinischen Praxis berichtete Prof. Hans-Georg Palm, Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Ingolstadt. Er skizzierte aktuelle Herausforderungen bei der Organisation chirurgischer Eingriffe im Kontext veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen und stellte zugleich Fortschritte in der ambulanten Versorgung sowie bei computergestützten Operationsverfahren vor.
Einen weiteren technologischen Zugang eröffnete Prof. Sonja Karg (THI): Sie präsentierte das Labor Life Science, in dem Lebenswissenschaften und (Elektro-)Technik zusammengeführt werden. Im Fokus stehen dabei insbesondere Biosignale und physiologische Messmethoden – von Herzfunktionen bis zum Hören – sowohl in Forschung als auch in der Lehre.
Ergänzend informierte Alexander Michel über aktuelle Entwicklungen in der Gesundheitsregionplus. Den Abschluss bildete Daniel Zacher mit der Ankündigung der Zweitbefragung des regionalen Zukunftsbarometers im Projekt „Mensch in Bewegung“, das ebenfalls Gesundheit und Pflege in den Blick nimmt.
Das achte Science Breakfast unterstrich damit erneut das Potenzial einer engen Vernetzung von Wissenschaft, Gesundheitsversorgung und regionalen Akteuren – und zeigte, wie die Region Ingolstadt aktiv an Lösungen für die Medizin der Zukunft arbeitet.








