Wie lässt sich die Zukunft vorausschauend gestalten? Welche Technologien, Werte und gesellschaftlichen Trends bestimmen unser Handeln von morgen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am diesjährigen Foresight Day rund 70 Teilnehmende aus Forschung, öffentlicher Hand und Wirtschaft an der THI.
Den ganzen Tag über stand die Frage im Raum, wie Unternehmen und Institutionen ihre Strategien an künftige Entwicklungen anpassen können – nicht mit dem Blick in die Glaskugel, sondern mit wissenschaftlich fundierten Methoden. Workshops, Vorträge und Diskussionen boten einen Einblick in die Arbeit des Foresight-Instituts, das an der THI Zukunftsszenarien erforscht und Entscheidungsträger beim Umgang mit Unsicherheit unterstützt.
„Foresight bedeutet, Zukunft als Gestaltungsraum zu begreifen – nicht als etwas, das einfach auf uns zukommt“, erklärte Professor Jan Oliver Schwarz, Leiter des Foresight-Instituts. „Gerade in Zeiten rasanter Veränderungen braucht es Räume, in denen wir gemeinsam über mögliche Entwicklungen nachdenken und Wege ausprobieren können.“
Das Programm spannte einen weiten Bogen: von der Einführung in Methoden der Zukunftsforschung über Praxisbeispiele aus der Industrie bis hin zu interaktiven Sessions, in denen Teilnehmende eigene Szenarien entwickelten. Ziel war es, den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern und niedrigschwellig Wege aufzuzeigen, wie Foresight-Ansätze im Alltag nutzbar sind.
Am Ende des Tages war spürbar, dass Zukunftsforschung nicht nur etwas für Expertinnen und Experten ist. Sie lebt von Neugier, Offenheit und der Bereitschaft, Routinen zu hinterfragen – und genau das gelang beim Foresight Day in Ingolstadt eindrucksvoll.








